Personalentwicklung in der ambulanten Pflege
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Modulares Ausbildungskonzept für

Pflegekräfte in der ambulanten Pflege

 

Modul Level 1:


Wahrnehmung und Kommunikation

 

Grundlagen der Wahrnehmung

 

„Ich sehe was, was du nicht siehst!“

„Die Qualität der Wahrnehmung ist der Schlüssel zur Qualität des Handelns!“

 

Wie die subjektive Wahrnehmung die Kommunikation beeinflusst und „Wahrnehmungsfehler“ zu Fehleinschätzungen führen, erfahren die

Teilnehmer/innen (TN) in diesem Modul.

 

Die MA erkennen in verschiedenen Trainingseinheiten, dass Wahrnehmung häufig von Vorerfahrungen beeinflusst wird und bei fehlender Überprüfung, zu schweren Fehleinschätzungen von Situationen und Personen führt. Die TN lernen die subjektive Wahrnehmung zu überprüfen und Wahrnehmungsfehler zu reduzieren. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Wahrnehmungsschemata zu analysieren und neue Möglichkeiten für ihr persönliches Verhaltensrepertoire zu entdecken.

 

Zielsetzung dieser Seminareinheit ist es, dass die TN Wahrnehmungsprozesse als wesentliches Arbeitswerkzeug erkennen und anwenden lernen.

 

Inhalte:

 

 - Selbst- und Fremdwahrnehmung/ Wie ich andere wirke

- Wahrnehmungsfilter

- Wahrnehmungsverzerrer

- Wahrnehmungstraining

  

Reflexion: „Was meine Wahrnehmung beeinflusst und mein daraus resultierendes Kommunikationsverhalten entsteht?“

 

Modul Level 2:

 

Grundlagen der Kommunikation

 

„WER sagt WIE, WAS zu WEM mit welcher WIRKUNG?“

 

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“

 

Diese Behauptung stellt der Kommunikationstheoretiker Paul Watzlawick auf, denn sobald Menschen aufeinander treffen treten sie in Interaktion.

 

Die Grundlage erfolgreicher Kommunikation basiert auf Fähigkeiten wie Selbstreflexion, theoretischen Grundlagenwissen über die menschliche Kommunikation und einer respektbetonten, toleranten Haltung gegenüber Menschen.

 

In diesem Veranstaltungsabschnitt lernen die TN, welche Faktoren ihre Kommunikation beeinflussen. Sie erhalten theoretische Grundlagen vermittelt, die sie in anschließenden Trainingseinheiten zur Anwendung bringen und auf Erfolg überprüfen.

Das persönliche Verhaltensspektrum erweitert sich durch die Fähigkeiten, Gesprächssituationen zu analysieren und zu gestalten.

 

 Inhalte:

 

- Verbale-/ Nonverbale Kommunikation

- Kongruente und Inkongruente Kommunikation

 

Axiome und Modelle nach:

Ø                Watzlawick

Ø                Schulz von Thun

Ø                Ruth Cohn

 

- Kommunikationstraining

   

Modulares Ausbildungskonzept für

Pflegekräfte in der ambulanten Pflege

 

Modul Level 3:

 

Konfliktmanagement

 

Konflikte/ Probleme erkennen- analysieren- benennen- lösen

 

 „Wenn zwei Personen immer die gleiche Meinung haben, ist eine von beiden überflüssig!!“

 

In der Regel wird den meisten Menschen bei dem Gedanken an Konflikte unbehaglich und er löst negative Emotionen wie Angst, Fluchtideen usw. aus.

Kritik und Konflikte sind jedoch die Triebfedern für Entwicklungen von Personen und Gruppen.

Eine Grundproblematik liegt in der Herangehensweise an einen Konflikt, denn häufig wird über die Schuldfrage diskutiert und nicht an der Problemlösung gearbeitet.

In dieser Veranstaltung lernen die MA verschiedene Konfliktformen und Lösungsstrategien kennen, um in Trainingseinheiten ihr persönliches Konfliktverhalten zu überprüfen und ggf. zu verändern.

 

Entscheidend bei jeder Konfliktform ist die persönliche Bereitschaft einen Konflikt auf der Basis einer adäquaten Auseinandersetzung bearbeiten zu wollen, um eine Lösung herbeizuführen!

  

Inhalte:

 

 - Konfliktentstehung

- Konfliktformen

- Konfliktanalyse

- Konflikteskalation nach Glasl

- Krisenverarbeitung

- Umgang mit Widerständen / Widerständlern im Team

- Konfliktlösungsstrategien

 

Reflexion: „Warum streite ich?“

„Worum ich streite!“

„Mein Verhalten in Konfliktsituationen.“

 

„Kritisieren, ohne zu beleidigen- Motivieren statt zu streiten.“

 

  

Modul Level 4:

  

Rolle und Motivation

 

„Wer/ was bin ich?“

 

Unter sozialen Rollen bezeichnet man die Erwartungen und Ansprüche einer Gesellschaft oder Gruppe an das Verhalten eines Individuums.

 

In diesem Seminar bearbeiten die TN, welche Erwartungen an die „Rolle“ der Pflegekraft gestellt werden. Sie erfahren, dass es durch verschiedene Ansprüche unterschiedlicher Personen und Gruppen innere Konflikte auftreten. Die Entscheidung, in der ambulanten Pfleg zu arbeiten beinhaltet häufig, sich genau in das Konfliktfeld zwischen Patienten/ Kunden, Angehörigen, Arbeitgeber und Kollegen zu begeben. Klarheit in der Rolledefinition der Pflegenden, führt zu Klarheit in der Beziehungsgestaltung.

 

Inhalte:

 

- Rollendefinition

- Rollenvielfalt im täglichen Leben

- Anforderungen an Rollen

- Meine Rolle im Team

- Analyse des persönlichen Rollenverständnisses als Mentor/in

 

- Inter- Rollenkonflikte

- Intra- Rollenkonflikte

- Bearbeitung von Rollenkonflikten

 

Welche Anforderungen werden gestellt?

Von den:

Ø                              Mitarbeiter/innen

Ø                              Arbeitgeber

Ø                              Eltern

Ø                              Selbstanforderung

 

Reflexion:

„Wie nahe komme ich mit meinen Fähigkeiten den Anforderungen, die an mich

  als Pflegekraft gestellt werden?“

„Wo und wie bin ich im Team verortet?“ (Nähe- Distanz)

„Welche Aufgaben (Rechte/ Pflichten) habe ich?“

„Befürchtungen in Bezug auf meine Rolle?

„Wo ich Unterstützung benötige!“

„Wie diese Unterstützung aussehen kann!“

  

Modul Level 5:

 

Motivation

 

„Wie ich mich und andere in Bewegung setze.“

 

Der Begriff Motivation kommt aus dem lateinischen emovere und bedeutet zu deutsch „in Bewegung setzen“. Ausgehend von der Grundannahme, dass nachhaltig motivieren bedeutet, Menschen durch Überzeugung und positive Anreize zu bestimmten Handlungen und Verhaltensweisen zu bewegen, bearbeiten die TN die zentralen Fragestellungen

 

„Wo liegen meine Motive als Krankenschwester zu arbeiten, was motiviert mich?“

„Wie motiviere ich mich und meine Kollegen?“

 

Egal welche Anforderungen sie an sich und die anderen Mitarbeiter/innen  stellen, die Kernfrage lautet immer:

 

„Was habe ich davon?“

 

Grundlagen erfolgreicher Motivationsarbeit sind:

 

Die Ziele müssen eindeutig sein.

Die Ziele müssen erkennbar, erreichbar, realistisch und wünschenswert sein.

 

Der Motivationserfolg der Leitung ist eng gekoppelt mit der eigenen Einstellung zur

Arbeit, der persönlichen Grundhaltung gegenüber Menschen und dem Fachwissen.

  

Inhalte:

  

- Intrinsische und extrinsische Motivatiion

- Motive menschlichen Handelns nach Stephen Reiss

- Motivations- und Demotivationsstufen

- Was mich in Bewegung setzt! Wie ich mich und andere motiviere!

- Möglichkeiten und Grenzen der Mitarbeiterbeteiligung an Veränderungen, die auf

  Unternehmensentscheidungen basieren

- Individuelle Motivationsmöglichkeiten für einzelne MA

- Welche positiven bzw. negativen Sanktionen vor Ort zur Verfügung stehen

 

Machen Sie den Nutzen des Handelns für jede/n deutlich und schaffen Sie Leistungsanreize!

  

Modulares Ausbildungskonzept für

Pflegekräfte in der ambulanten Pflege (Führungskräfteseminar)

 

Führung

 

„Zielgerichtet führen!“

 

In dieser Veranstaltung lernen die TN die Grundlagen der Personalführung kennen.

 

„Ungleiche Wesen gleich zu behandeln ist nicht Gerechtigkeit, sondern Gleichmacherei.“

 

Vor diesem Hintergrund überprüfen die MA das eigene Führungsverständnis und lernen verschiedene Aspekte moderner Führungsmethoden kennen.

 

Ø                Lenken

Ø                Anleiten

Ø                Unterstützen

Ø                Delegieren

 

Des Weiteren wird das eigene Kooperationsverhalten überprüft und Grenzen kooperativer Führungsstile verdeutlicht.

 

Zielgerichte führen kann nur eine Person, die Ziele hat und in der Lage ist, Ziele zu entwickeln, um dann die Schritte zur Zielerreichung zu planen. Deshalb erlernen die TN in diesem Modul die Grundlagen des Projektmanagement.

 

Inhalt:

 

Führungsstile auf dem Prüfstand:

Ø                autoritärer Führungsstil

Ø                kommunikativ, demokratischer Führungstil

Ø                laissez fairer Führungsstil

 

Reflexion: „Meine persönlichen Stärken im Bereich der Personalführung.“

„Welchen Führungsstil setze ich bei welchem MA ein?“

 

- Assessment: Überprüfung des eigenen Kooperationsverhaltens

- Grundlagen des Projektmanagement

-  SMART- prinzip: Ziele „richtig“ formulieren

- Agendabogen: „Ich bin/ werde eine gute Mentorin, wenn…“

Führen heißt:                          VerANTWORTung zu übernehmen.

Das bedeutet, dass eine gute Führungskraft fachlich, methodisch, personell und sozial gut ausgebildet sein muss, um ANTWORTen auf die Fragen der MA und Vorgesetzten zu haben!

 

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